Kind versichert wenn Eltern nicht verheiratet

kind versichert wenn eltern nicht verheiratetWie wird ein Kind versichert wenn Eltern nicht verheiratet sind?

Die Eltern von nicht verheirateten Eltern können eine kleine Lücke im Gesetz nutzen. In diesem Fall gelten die Regelungen anch dem Einkommen, wo der höher verdienende  Elternteil den Ausschlag gibt. Hier werden die beiden Elternteile separat berücksichtigt.

Damit haben die Eltern das Wahlrecht, ob das Kind bei dem einen oder anderen Elternteil versichert werden möchte. Wenn man ein Kind kostenfrei in der GKV Familienversicherung versichern kann, so sollte man das auch tun!

Wie und wann wird ein Kind versichert, wenn Eltern nicht verheiratet sind aber später heiraten?

Beispiel und das Kostenrisiko:

  1. Kinder versichern nach Geburt
    Der Mann ist gut verdienender Angestellter und in der PKV versichert. Die Mutter ist pflichtversichert mit geringerem Einkommen und im Mutterschaftsurlaub. Die beiden neu geborenen Zwillinge können in der kostenfreien Krankenversicherung (GKV) der Mutter nach der Geburt mitversichert werden.
  2. Heirat der Eltern zwei Jahre später
    Mit der Heirat haben die Eltern die Pflicht den Status der GKV für die Kinder zu ändern. Machen Sie das nicht, kann es teuer werden. Die GKV hat KEINE Verpflichtung, die Eltern darauf hinzuweisen, dass sich der Status der Kinder ändern muss! Normalerweise prüfen die gesetzlichen Krankenkassen den Status alle zwei Jahre. Damit tritt das Kostenrisiko ein, da die Kinder rückwirkend NUR freiwillig versichert werden können und zwar bei der Gesellschaft, wo auch die Pflichtversicherung bestand.
  3. Hohes Kostenrisiko der Eltern – eine verzögerte Anmeldung kann teuer werden
    Das Kind muss rückwirkend in der freiwilligen Krankenversicherung, wenn dieser Zeitraum länger als Monate über das Datum der Hochzeit hinausgeht.  Zusätzlich muss eine eigene freiwillige Pflegepflichtversicherung abgeschlossen werden. Damit liegen die Gesamtkosten in 2016 bereits über 160 € im Monat. Damit ist es aber nicht genug: Der Arbeitgeber des PKV versicherten Ehemannes wird sich nicht an den Kosten für die freiwillige KV oder PPV  beteiligen.
    Noch schlimmer kann es kommen, wenn sich der Gesundheitszustand der Kinder so verschlechtert hat, dass mit hohen Risikozuschlägen in der PKV oder sogar mit einer Ablehnung zu rechnen ist.